Behandlungskonzept der Verhaltenstherapie

Grundlage meiner Arbeit ist die Verhaltenstherapie nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Verhaltenstherapie ist eine transparente und wissenschaftlich fundierte Methode, die gegenwarts- und veränderungsorientiert ist. Auf Basis der biographischen Lerngeschichte werden in einem individuellen Störungsmodell zunächst die Entstehung und Aufrechterhaltung der Symptomatik erklärt. Daraus werden funktionale Bewältigungsstrategien abgeleitet, wobei deren Transfer in den Alltag fokussiert wird. Dadurch werden die individuelle Handlungsfreiheit und das Selbstwirksamkeitserleben verstärkt, die im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen oftmals verloren gegangen sind. 


Schwerpunkte

Ich biete in meiner Praxis ein breites Behandlungsspektrum an. Meine ​Schwerpunkte liegen auf der Behandlung von Angsterkrankungen und Arbeitsstörungen (z.B. Prokrastination). Gute Erfolge habe ich zum Beispiel auch bei der Behandlung von Depressionen, Zwangs- und Essstörungen erzielt. 

Ich arbeite u.a. gerne mit Techniken der metakognitiven Therapie (A. Wells), der Emotionsfokussierten Therapie (L. S. Greenberg), der Akzeptanz- und Commitmenttherapie (S. Hayes) sowie der Schematherapie (J. Young). Einer der Wirkfaktoren, der diese Ansätze vereint, ist die Vermittlung der Fertigkeit, die eigenen problematischen Erlebniszustände im Alltag aus einer distanzierten beobachtenden Perspektive wahrzunehmen und durch funktionale Strategien zu bewältigen.


​Ergänzende Interventionen (extern, als Teil eines Gesamtbehandlungsplans)


Durch den Einsatz von Achtsamkeitsverfahren wird die Fähigkeit unterstützt, automatisch ablaufende Prozesse (z.B. bestimmte Gedanken) im Alltag bewusst wahrzunehmen und ein losgelöstes Handeln (und die Anwendung der therapeutischen Strategien) zu ermöglichen. Durch Neurofeedback (computergestützte Technik zur Verbesserung der Autoregulationsfähigkeit) kann in bestimmten Fällen ebenfalls die Selbststeuerungsfähigkeit verbessert werden. Es wird trainiert die elektrische Erregung im Gehirn abwechselnd zu aktivieren und zu entspannen. Mit Hilfe von Entspannungsverfahren, kann das Erregungsniveau auf physiologischer, motorischer, emotionaler und kognitiver Ebene reduziert werden. Die Entspannungsfähigkeit ist für die psychische und körperliche Gesundheit essentiell, da diese auf dem Wechsel aus Anspannung und Entspannung beruht. In bestimmten Fällen kann eine Medikation eine (vorübergehende) sinnvolle Maßnahme sein. Das wichtigste Therapieziel ist jedoch die Stärkung des Selbstwirksamkeitserlebens, also die Überzeugung die eigenen Probleme ohne Medikamente lösen zu können.


Online-Therapie


Online-Therapie ist wissenschaftlich fundiert, was durch zahlreiche Studien belegt werden konnte. Die von mir verwendete Technologie schützt dabei durch starke Verschlüsselung und Peer-to-Peer-Verbindung die Vertraulichkeit unserer Gespräche. Dabei stützt sich meine Arbeit auf dieselben wissenschaftlich nachgewiesenen Wirkfaktoren der Verhaltenstherapie wie bei Sitzungen vor Ort.